Ricardo Roth

"Coolness gehört seit der frühen Moderne
zum Habit des Unzufriedenen
zwischen Rebellion und Anpassung."
Daniel Haas

Google Street View in Deutschland

Die Sommerlochgeschichte 2010 ist wohl die Google Street View-Einführung in Deutschland. Dazu fällt mir wirklich so viel ein, dass ich bei der aktuellen Berichterstattung oft nur fassungslos den Kopf schüttle.

Hier gibt es einen Artikel, der in etwa das beschreibt, was ich denke.

Von der Mehrzahl der politischen Vertreter, die sich derzeit so vehement für die Interessen ihrer Bürger einsetzen, fühle ich mich jedenfalls nicht vertreten.

Update: Was werden die erst alle sagen, wenn Google Home View veröffentlicht wird!?

Leihen statt kaufen: Subito

Meine Buchsuche war erfolgreich!

Auf Anregung von Frank warf ich einen Blick in die Bibliotheken. Die SLUB-Dresden besitzt noch ein Exemplar. Ausgeliehen habe ich es über ein tolles Angebot zur Fernleihe: Subito. Denkbar unkompliziert funktioniert der Dienst wie er soll. Auswählbar sind Bücher aus fast allen deutschen Bibliotheken.

Wer das Buch über Kambodscha dennoch gern besitzen möchte, kann es auch hier kaufen.

Buchsuche: “Der Reis und das Blut. Kambodscha unter Pol Pot.”

Seit etwa einem Jahr möchte ich dieses Buch lesen. Es steht daher sogar auf meinem Wunschzettel. Bei Amazon und anderen Händlern ist es nicht verfügbar. Offenbar ist die erste Auflage des Buches vergriffen. Das kommt vor. Dafür gibt es ja zweite Auflagen. Bei diesem Werk scheint es jedoch keine zu geben, denn das Buch ist schon seit fast zehn Jahren vergriffen.

Der Reis und das Blut

Meine Recherchen ergeben dazu bisher:

“Schwierigkeiten bestehen in der Hinsicht, dass der Militärverlag der DDR, in dem “Der Reis und das Blut” erschien, nach der Wende vom Flugzeugbauer Dornier aufgekauft und als “Brandenburgisches Verlagshaus” weitergeführt wurde. Dort erschienen noch einige Bücher von Herrn Thürk, bevor der Verlag endgültig aufgelöst wurde. Nun liegen die Rechte zwar immer noch bei Dornier, es gibt aber dort keinen Verlag mehr, der sie wahrnehmen könnte. Deshalb läuft zur Zeit die Rückführung der Rechte durch den mdv, und es scheint gut zu laufen, denn Dornier wird die Rechte angesichts der fast 10 Jahre, die schon seit Schließung des Verlags vergangen sind, wahrscheinlich freigeben.”

Dies ist der Stand vom November 2004. Damals lebte der Autor Harry Thürk noch. Ein Jahr später ist er verstorben und sein Werk ist bis heute noch nicht neu aufgelegt. Bei Amazon kann man das Buch gebraucht kaufen. Für 99,90€.

Kennt jemand noch andere Alternativen?

Update: Ich habe es bei Subito geliehen.

iPad-Ständer selbst bauen

iPad-Ständer

iPad-Ständer

Zutaten & Werkzeug:

  • 1 Leiste à 50 cm
  • Säge
  • Feile
  • Bohrer
  • 2 Schrauben à 3 cm
  • 2 Schrauben à 4 cm
  • Acrylfarbe
  • 1 Pinsel
  • Es ist Zeit, die Apple-Aktie zu verkaufen!

    Die persönliche Aktien-Analyse und Anlageberatung zum Wertpapier der “Apple Inc.”.

    Zum Hintergrund:

    Jahr 2006:
    Ich steige im Januar von Windows auf Mac um. Ich gelange zur Überzeugung, dass es sich bei den Macs um die besseren Computer handelt. Anfang 2006 habe ich mir noch einen “PowerPC Mac” gekauft, mit dem alten Prozessor. Obwohl der Wechsel zu Intel bereits angekündigt war. Der Aktienkurs stand bei 75 USD und es war absehbar, dass er steigen würde. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, baut die besten (und schönsten) Computer, die jüngst sogar in der Lage sind, für wechselängstliche Windows-Nutzer “das alte” Betriebssystem parallel laufen zu lassen. Und wie sich herausstellt, läuft Windows sogar besser auf dem Mac als auf PCs.

    Jahr 2007:
    Die iPods gehen weg wie warme Semmeln. Dennoch merkt man im Apple-Hauptquartier seit längerer Zeit, dass andere Hersteller Handys bauen, die Musik abspielen. Da beide Geräte (iPod und Telefon) gut zusammen passen, hat man sich entschlossen, das iPhone zu entwickeln. Das ist meine persönliche Meinung. Ich glaube, Apple wurde zu dieser Entwicklung gezwungen. Hätten Sie kein Telefon gebaut, hätten sich die Kunden sicher Telefone anderer Hersteller mit Musikabspielfunktion gesucht. Das iPhone haben sie bei Apple phantastisch hinbekommen. Die Menschheit glaubt an das “revolutionäre” am iPhone. Die anderen Handyhersteller kopieren es alle und der Apple Aktionkurs steigt.

    Jahr 2010:
    Apple stellt das iPad vor. Eine tolle Kiste, von denen nur wenige wissen, was sie damit genau wollen und trotzdem geht es weg wie geschnitten Brot. Dem iPad eilt der Ruf voraus, eine neue Art Computer zu sein. Ein Computer ohne Computer, den man einfach benutzen und dessen Elemente man direkt anfassen und (wirklich intuitiv) steuern kann. Ein Computer ohne “ständig hochfahren”, “Sicherheitsupdates” und Dateisystem. Auch ich bin davon überzeugt.

    Dennoch ist es jetzt Zeit, sich von der Aktie zu trennen. Ich glaube, der Zenit des Hypes ist erreicht. Apple hat tolle Produkte, die wahrscheinlich sogar die Besten des Marktes sind. Trotzdem hat Apple nicht das Potential mit dem iPhone und iPad, die Marktbeherrschung des iPods im Musikplayermarkt zu erreichen. Im Telefon- bzw. Tablet-PC-Markt wird diese Stelle meiner Meinung nach Android einnehmen. Davon bin ich seit der Google I/O und den Ankündigungen der Android-Entwicklung überzeugt. Ich vermute sogar – und jetzt lehne mich mich wirklich mal aus dem Fenster – die Geschichte wird sich wiederholen:

    1984 war Apples Macintosh der beste Home-Computer der Welt. Alle anderen Hersteller bauen jedoch “IBM compatible” Hardware und schütten den Markt mit PCs zu. Microsoft steuert DOS und später Windows bei und irgendwie mündet die überlegene Technik (Hard- & Software) von Apple nicht in einer Marktführerschaft.

    2010 baut Apple mit dem iPhone das beste Telefon und mit dem iPad den besten Tablet-PC der Welt. Alle anderen Hersteller werden sich auf das freie und hervorragende Android-Betriebssystem stürzen und “Android compatible” Hardware bauen. Apple bleibt dann zwar noch ein ordentlicher Marktanteil und eine gute Marge, zur Marktführerschaft wird es jedoch wieder nicht reichen. Denn während Microsoft Windows dies im Desktop-Bereich geschafft hat, wird Android diese Rolle im mobilen Bereich einnehmen. Google ist das neue Microsoft, Android das neue Windows.

    Der Apple-Aktienkurs steht bei 250 USD. Ich glaube, es ist Zeit, die Apple-Aktie zu verkaufen!

    Update 25.05.2010:
    Nur drei Tage nach meiner Analyse berichtet macnews.de von Prognosen bzgl. 400€ je Aktie. Mal sehen, wer recht hat. ;-)

    René Marik – Titanic

    “Was ist das eigentlich für ein Typ auf der DVD, die wir da zum Geburtstag verschenken werden?”

    Auch schön: “Rapante, Rapante!”

    Katze

    Von der Existenz des Hanghuhns

    Hanghuhn

    Vor mehr als zwei Jahren schrieb ich eine sehr persönliche Geschichte über das Hanghuhn, die damals etwa 11 Jahre zurücklag und dessen Ursprung sogar bis in die Zeit meiner Einschulung zurückreicht. Heute 19 Jahre nach meiner ersten Begegnung mit einem Hanghuhn in Bayern sind es die Thüringer, die mein zerrüttetes Verhältnis zu merkwürdigen Bergvögeln wieder gerade rücken. In einem Museum des Ortes Sitzendorf im Thüringer Wald:

    Hanghuhn-Text

    Konzertvergleich: Mando Diao, Maximo Park, MUSE

    Drei meiner sechs Lieblingsbands rocken innerhalb einer Woche die Bühnen Berlins. Grund genug, die Darbietungen ausführlich gegenüberzustellen.

    Insgesamt vergebe ich maximal 100 Punkte in neun Kriterien. Die Kriterien sind unterschiedlich gewichtet.

    Kriterium 1: Location, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diao spielen in der Arena in Treptow. Die ist groß und ein idyllischer Industriebau. Dafür vergebe ich 7 Punkte.
    Maximo Park spielen in der Columbiahalle. Die ist kleiner, familiärer und für Konzerte perfekt. Das ergibt volle 10 Punkte.
    MUSE spielen in der O2-World. Die ist gigantisch, steril, eckig, funktional und kühl. 3 Punkte.

    Kriterium 2: Klang und Lautstärke, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diao sind zu laut. Ok. Ich stand vorne links, direkt unter abgefahrenen großen Boxen im Wind (!) der Bässe. Auch ein ‘Zurmitterücken’ half aber wenig. Dafür gibt’s nur 4 Punkte.
    Maximo Park klingen von Anfang an perfekt. Das mag an der Akkustik der Columbiahalle liegen oder daran, dass die Maximo Park – Klangeinsteller mit zwei Vorbands die längste Warm-Up-Phase hatten. 10 Punkte.
    MUSE brauchen ein halbes Lied um den Sänger gut hörbar abzustimmen. Der Rest ist perfekt. 8 Punkte.

    Kriterium 3: Show und Spezialeffekte, Maximalpunktzahl: 15
    Mando Diao warten mit einer ordentlichen Show auf. Vampirische Musikantenumhänge, Konfettiregen am Ende. Ein positiver Eindruck gibt 10 Punkte.
    Maximo Park liefern eine solide Darbietung. Klassisch. Ohne Schnick und Schnack für 5 Punkte.
    MUSE übertreffen alle Erwartungen. Die Show ist atemberaubend. Laserstrahlen, futuristische Käfige, Mega-LED-Pfeiler, Riesenluftballons, Dampfsäulenfinale und alles perfekt aufeinander abgestimmt. Sogar die BZ mochte das. 15 Punkte.

    Kriterium 4: Sänger-Engagement, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diaos Sänger versucht das vergleichsweise junge (und überwiegend weibliche) Publikum mit nacktem Oberkörper zu beeindrucken. Von mir gibt’s dafür 5 Punkte.
    Maximo Parks Sänger steht entweder unter Drogen oder (was wir mal im übertragenen Sinn lieber annehmen wollen) unter Strom. Rennt immer hin und her. Stellt sich auf die Box. Zappelt Rum. Begeistert. Geht voll ab. Animiert und erhält die volle Punktzahl 10.
    MUSE sperrt seinen Sänger (und auch die beiden anderen Musiker) für die Hälfte der Songs hinter ein Gitter. Da kommt nur die Stimme und die Klamottenfarbe durch. Kontakt zum Publikum ist nur bei der anderen Hälfte des Konzerts möglich. Dabei gibt er sich alle Mühe. 6 Punkte.

    Kriterium 5: Preis, Maximalpunktzahl: 5
    Die Punkte dieses Kriteriums werden durch ein mathematisches Verfahren ermittelt. Dabei erhält das günstigste Konzert die volle Punktzahl. Entsprechend teuerere Konzerte erhalten anteilig weniger Punkte.
    Mando Diao spielen für 39,40€. Wenn die 30,50€ 5 Punkte sind, kriegen die also 3,87 Punkte.
    Maximo Park spielen für 30,50€. Dafür gibt es 5 Punkte.
    MUSE spielen für 53,32€. Das sind 2,86€ Punkte.

    Kriterium 6: Songauswahl, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diao spielen viele Hits. Nicht alles kenn’ ich von denen. Die wichtigen Songs sind dabei: 6 Punkte.
    Maximo Park haben fast nur Superhits. Die neuen Songs werden angenehm dazwischen gepackt. Zum Ende kommen mehrere Kracher. Volle 10 Punkte
    MUSE steigt mit neuen (aber bekannten) Songs ein, macht dann mit bekannten Hits weiter. Spielt eine schöne Mischung. 9 Punkte.

    Kriterium 7: Maximale Hit-Amplitude, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diao haben einige Hits auch in meiner iTunes-Bibliothek. Der Maximalpegel der Hitfreude steigt auf 6.
    Maximo Park spielt einen 5-Sterne-Hit nach dem anderen. Mehrmals steigt der Pegel auf 10 Punkte.
    MUSEns Songs erfreuen mein Hit-Herz besonders bei Starlight. 8 Punkte.

    Kriterium 8: Sexappeal-Zusatzbonus, Maximalpunktzahl: 5
    Mando Diao bekommen 5 Zusatzpunkte für zwei asynchron tanzende Damen im Background. Dafür, dass sie die einzigen waren, die Background-Damen engagiert haben.
    Maximo Park geht leer aus. Ist ja ein Zusatzbonus.
    MUSE geht leer aus. Ist ja ein Zusatzbonus.

    Kriterium 9: T-Shirt-Feuchte, Maximalpunktzahl: 10
    Mando Diao: trocken. 2 Punkte.
    Maximo Park: naß. Hier habe ich mein stets in der Jackentasche vorgehaltenes Wechsel-T-Shirt wirklich dringend gebraucht. 10 Punkte.
    MUSE: feucht. Ohne T-Shirt wechseln. 6 Punkte.

    Auswertung:
    Mando Diao: 48,87 Punkte.
    Maximo Park: 70 Punkte.
    MUSE 57,86 Punkte.

    And the winner is: Maximo Park! Die waren wirklich toll!

    Die beste Show hatten: MUSE! Hier mit Starlight:

    (Wir stehen da ganz vorne. Rechts.)

    Langsam wird’s doch.

    “Regierungschefin eine Frau, Außenminister homosexuell, InnenministerFinanzminister behindert, mächtigster Mann der Welt schwarz. Langsam wird’s doch.”

    Twitter / Herm.