Zivildienst T5 Untauglich Erfahrungsbericht Ausmusterung Altersgrenze Einberufung Hilfe

von Ricardo

“Den einen nehmen sie, den anderen nicht. Wen es trifft, den trifft es. Da kann man nichts machen. Sonst wäre es ja nicht gerecht.”

Nachmusterungsarzt

Das ist falsch! Bei einer drohenden Einberufung durch das Bundesamt für den Zivildienst ist Eigeninitiative gefragt. Wer bereit ist, ein paar Euro in eine individuelle Beratung und ein paar (vereinzelte) schlafgestörte Nächte zu investieren, hat sehr wohl eine Chance.

Und so kann es gehen, wenn eine vorherige Rückstellung sich dem Ende nähert und die Altersgrenze naht.

1. Die erste Ankündigung nicht beantworten

“Die ist sowieso maschinell erstellt. Wenn du darauf antwortest, denken wir hier schon ‘Der will unbedingt zum Zivildienst’.”

Bearbeiterin im BAZ

2. Die erste “menschengemachte” Ankündigung
Es folgt gewöhnlich eine (von einem Bearbeiter initiierte) ernsthaftere Ankündigung. Hier sollte die erste Reaktion erfolgen:

3. Aufschub erbeten
Telefonischer Kontakt ist gut – es sind ja doch ganz normale Menschen dahinter. Schriftlich geht auch. Hauptsache überhaupt reagieren. Ein netter Anruf ermöglicht da schon einiges. Den guten Willen zeigen, sich auf jeden Fall zu kümmern, wenn dann endlich Zeit dafür ist. Schließlich soll es ja auch eine schöne Stelle werden.

4. Nachmustern (Diensttauglichkeitsüberprüfungsuntersuchung)
Wer sowieso im Alltag unter Rückenschmerzen leidet, sollte dies bei der Nachmusterung nicht verschweigen. Da die Nachmusterung in manchen Fällen sogar von völlig fachfremden Dorfärzten durchgeführt wird, besteht deren Aufgabe evtl darin, fachärztliche Gutachten einzuholen. Im Falle von Alltagsrückenschmerzen wird ein solches Gutachten dann natürlich am Nachmusterungstermin schon vorgelegt. Einige Ärzte sehen mehr als andere. Die Kontakte lassen sich herstellen.

5. Ummelden
Manchmal wird ja am Ende einfach nur die Zeit knapp. Seine Meldepflichten hat ein Zivildienstpflichtiger gegenüber dem Einwohnermeldeamt zu erfüllen. Ein an die falsche Adresse zugestellter Brief ist nicht zugestellt.

6. Glück haben
Falls es zu einer Ausmusterung bzw. nicht zu einer rechtzeitigen Einberufung kommt, gibt es Menschen, die einem zu seinem Glück gratulieren. Das ist dann natürlich nett, denn die eigene Freude ist ja groß. Nur, dass es nicht das Glück allein ist. Auf das Glück allein würden sich Leute wie der Musterungsarzt (siehe ganz oben) verlassen. Das sind dann Leute, die stets sehr fair handeln und andere nie benachteiligen würden. Dass die Benachteiligung im Verfahren selbst impliziert ist, wollen diese Menschen nicht sehen. Allen anderen sei gesagt: Es gibt Wege! Und zwar noch viel mehr, als die die hier stehen. Und alle sind sie legal.

7. Zur Kampagne gehen.
Die Prozesse innerhalb des BAZ ändern sich natürlich. Daher muss das, was hier steht und für das Jahr 2006 gegolten hat, nicht stimmen. Und darum gibt es Experten, die Rat wissen!