Google und Yahoo

von Ricardo

Seit ein paar Jahren widme ich mich meiner eigenen Homepage. Ich gestalte sie nach meinen Vorstellungen und lege dabei auch Wert darauf, sie über Suchmaschinen auffindbar zu machen. Nebenbei beschäftige ich mich daher auch mit den Suchalgorithmen und den Suchmaschinen an sich; besonders mit Google – klar. Die benutzt ja auch jeder. Die Welt war in Ordnung, bis ich vor ca. 4 Monaten feststellte, dass ich scheinbar willkürlich nach hinten verdammt wurde. Und zwar nur bei Google. Andere Suchmaschinen waren ok.
Bild in die Adressleiste ziehen!
(Drag-and-Drop: Bild mit der Maus anfassen und in die Adressleise ziehen)

Überraschung, Ratlosigkeit, Enttäuschung, Wut, Eingeschnapptheit und Yahoo waren meine Reaktionen. Ausweichen ist immer eine Möglichkeit, aber es wurmte mich. Nach endlosen Recherchen konnte ich das Programm “Hello Engines” dafür verantwortlich machen. In der Freeware-Version simuliert es zwar die Möglichkeit, sich bei unmengen Suchmaschinen anmelden zu können, lässt aber doch nur eine Hand voll zu. Unter anderem Google in 20 Sprachen. Bei denen habe ich mich also zeitgleich angemeldet. Und weil’s nicht funktionierte (mit den anderen Suchmaschinen) hab ich nochmal auf „anmelden“ geklickt, was bei den Google-Maschinen langsam den Verdacht aufkommen ließ, ich sei böse und ein Spammer. Zu spät. Ich war enttarnt. Monatelange Bemühungen meine seriöse Seite seriös aufzubauen waren umsonst.

In der Zwischenzeit habe ich Yahoo schätzen gelernt. Die Suchergebnisse sind vergleichbar gut, Sprachtools sind dabei, auch das same-look-and-feel. Die “meinten sie …”-Rechtschreibkorrektur fehlt ein wenig. Die kommt bestimmt noch. Alternativen sind wichtig. Yahoo ist eine Chance. Trotzdem googeln alle. Und monatelang vermieste es mir die Stimmung, wenn einer diesen Ausdruck benutzte und suchen ging.

Ich habe eine Mail an help@google.com geschrieben und auf das Problem aufmerksam gemacht. Habe über Yahoo im Internet gefunden, dass solche Mails möglich sind und teilweise sogar Erfolg haben. Entweder liegt es nun an der vergangenen Zeit oder an dieser Mail: Die Seite ist nicht länger künstlich nach hinten versetzt. Danke Google und danke Stephan – dem ist es nämlich als Erster aufgefallen.

Auch wenn ich jetzt spürbar erleichtert bin und sogar darüber nachdenke, Google eventuell wieder zu benutzen, war ich doch entsetzt, wie abhängig wir im Internet von Google sind.

Aber das sagen die MS-Gegner über ihre Feinde ja auch schon eine Ewigkeit.