Jürgen von der Lippe
von Ricardo
Subtil und stulle-lustig.
Zugegeben: im Vorhinein war ich etwas skeptisch, ob ich über Jürgen von der Lippe im Konzertsaal der UdK werde lachen können. Ich lache ja schließlich nicht über alles und jeden. Die Veranstaltung mit dem Titel „Alles was ich Liebe“ bot aber glücklicherweise ein schönes Humorspektrum in der richtigen Mischung: Subtil und stulle-lustig.
Ein recht komplexer Gedankengang sei hier geschildert:
Die Bundesregierung ist pseudogesundheitsorientiert, weil sie die Folgestufe der Tabaksteuererhöhung wegen befürchteter Einnahmeausfälle aussetzt, weil sie weiß, dass nicht die „Rauchen tötet“-Sprüche abschrecken, sondern die brutal erhöhten Zigarettenpreise. Die Gefahrverse sind also überflüssig.
Erkennt man zudem an, deutsche Jugendliche seien im Internationalen Vergleich nicht besonders intelligent und beginnen zudem viel zu früh mit dem Rauchen, lässt dies den Schluss zu, die Killersprüche könnten durch bildende Lyrik ersetzt werden. Es wäre eine Bekenntnis zu Dichtern und Denkern und würde die jungen Leute allgemein bilden…